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Golfausrüstung

Grundsätzlich wurden die verschiedenen Golf-Schläger für die unterschiedlichen Spielsituationen entwickelt. Doch welchen Schläger brauche ich wirklich? Jedes Jahr kommen neuen Modelle auf den Markt: Muß es gleich ein Driver für 500 Euro sein oder reicht zunächst das Einsteigerset von Tchibo? Bin ich wirklich out, wenn ich ein Auslaufmodell nehme? Wie soll sich der Anfänger entscheiden, der sich einer Flut von Schlägern, Bällen, Kleidung gegenübersieht? In jedem Fall sollte er sich Zeit lassen. Im Folgenden finden Sie einige Informationen zu den Ausrüstungsgegenständen für den Golfsport.

Hölzer
Der Driver (Holz 1) ist der längste Schläger, mit dem die größte Weite erreicht werden kann. Der Driver wird vom Abschlag mittels einem Tee gespielt. Driver waren früher aus Holz, heutzutage sind sie aus Metall oder Karbon. Der Kauf eines Drivers sollte auch vom Blick in den Geldbeutel bestimmt sein. Die Preispalette der Marken-Driver liegt bei 400 bis 600 Euro, trotzdem müssen diese nicht unbedingt die besten für Sie sein. Speziell Einsteiger sollten wissen, daß sich das Potenzial der High-End-Driver nur mit einem soliden Schwung ausschöpfen lässt.
Das Fairway-Holz wurde früher ebenfalls aus Holz gefertigt. Heutzutage sind es aus Metall hergestellte Schläger mit volumigem Kopf. Typisch sind: Holz 3, 5 und 7. Ebenso gibt es noch: Holz 2, 4, 9, 11, 13 und 15, welche aber selten Verwendung finden. Hölzer werden für lange Schläge verwendet. Beim Kauf von Fairway-Hölzern empfiehlt es sich für den Freizeitgolfer, auf Modelle mit Stahlkopf zurückgreifen. Grund: Fairway-Hölzer aus Stahl kosten meist weniger als die Hälfte und reichen in ihrer Leistung an die meisten Titanmodelle heran.

Eisen
Es gibt zwei verschiedene Eisenkonstruktionen, solche mit klassischem Blatt und solche mit peripherer Gewichtsverteilung (fehlerverzeihender). Der normale Schlägersatz beginnt mit Eisen 3 und endet mit dem Sandwedge. Eisen 1 und 2 sind für starke Spieler. Schläger mit Kopf aus Metall: (verchromte) Zinklegierungen, Stahl verschiedenster Legierungen, Titan, Bronze, Kupfer, Beryllium und Kombinationen daraus. Eisen unterteilen sich in Abschlageisen 1 und 2, lange Eisen 3, 4 und 5, mittlere Eisen 6, 7 und 8 sowie kurze Eisen 9 und Wedges. Wedges sind Eisenschläger für die Annäherungsschläge (unter 100 m) rund ums Grün. Es gibt sie in mehreren Ausführungen: Pitching Wedge (PW) 46-48°, Gap Wedge (GW oder AW) 50-53°, Sand Wedge (SW) 54-56° (für Bunker-Schläge) und Loft Wedge (LW) 60-64°. Die Flugkurve ist steil und hoch, Backspins des Balls möglichst stark.

Gute und sehr gute Golfer bevorzugen einen Stahlschaft, der ihr Spiel durch die Vermittlung von mehr Gefühl unterstützt. In der Regel gibt es zwei Härtegrade (Flexe), Regular und Stiff. Die große Masse der Spieler greift besser auf einen Graphitschaft zurück. Er ist nicht nur leichter, sondern auch komfortabler. Die kleinen Köpfe sind nur etwas für Spitzenspieler - sie verzeihen so gut wie keine Fehler und rauben dem Freizeitgolfer den Spaß am Spiel. Für sie sind Schläger mit vergrößerten Köpfen (Oversize) besser. Von so genannten Blade Irons sollten Anfänger zunächst die Finger lassen.

Putter
Der entscheidende Ein-Meter-Putt kann der schwierigste Schlag sein. Das Design des Putter, sowie Schaftwinkel und - länge müssen deshalb angepaßt sein. Bei den Puttern dreht sich in diesem Jahr alles um das Trägheitsmoment (engl. Moment of Inertia - MOI). Dieses beschreibt die Fähigkeit eines Objekts, gegen eine im Winkel wirkende Kraft zu widerstehen. Kurz gesagt: Je höher das Trägheitsmoment eines Putters ist, desto leichter ist es, den Putter auf der richtigen Bahn zum Ball zu schwingen. Daher haben die Putter der neuesten Generation große Köpfe, um den Schwerpunkt möglichst weit nach unten und vor allem möglichst weit weg von der Schlagfläche zu plazieren. Der Vorteil für den Spieler: Der Schlägerkopf verdreht sich bei nicht mittig getroffenen Bällen weniger, der Ball nimmt den Roll besser an.

Hybrid-Schläger
In den letzten Jahren sind immer mehr die Hybrid- oder Utility-Schläger im Trend. Wenn es um die Spielerleichterung geht, sind diese Schläger eine echte Alternative. Sie ermöglichen zudem eine höhere Flugbahn der Bälle, so daßs diese schneller auf dem Grün liegen bleiben. Das Angebot der Hybridschläger beinhaltet sowohl Modelle, die in ihren optischen Merkmalen und Spieleigenschaften eher den Hölzern ähneln (rundere Sohle, Schaftlänge nur einen Zoll kürzer als beim Holz), wie solche, die klar auf der Seite der Eisen stehen (schmalere Sohle, Schaftlänge nur einen Zoll länger als bei einem vergleichbaren Eisen). Man wird also in Zukunft nicht nur von Hybriden sprechen, sondern innerhalb dieser Gruppe noch einmal unterscheiden.

Bälle
Laut Regel darf der Golfball nicht größer sein als 42,67 Millimeter und nicht schwerer sein als 45,93 Gramm. Der gewickelte, dreiteilige und der solide zweiteilige Ball sind die Grundvarianten. Beide unterscheiden sich in der Ausprägung des Dralls und vor allem in der Kompression, dem Maß für den Widerstand des Balles gegen den Schlag. Hart schlagende Spieler benutzen einen Ball mit hoher Kompression (=100) und Balata-Hülle (auch synthetisch) für mehr Ballkontrolle. Durchschnittsspieler bevorzugen den Ball mit Gummikern, der weniger Drall annimmt und weiter rollt. Für Anfänger ist es ratsam, sich immer einen größeren Vorrat an preiswerten Bällen anzulegen. Denn auf den ersten Runden verschwinden sie allzu häufig in Wasserhindernissen und im Dickicht neben dem Fairway.

Kleidung
Bei der Kleidung für den Golfsport gibt es eigentlich kein wirkliches Muß mehr. Knielange Karo-Hosen sind längst nicht mehr zwingend vorgeschrieben. Bis auf einige wenige Ausnahmen gilt: Schick ist, was gefällt und sportlich ist. Natürlich schützt der Handschuh gegen Blasen und ist deshalb genauso zweckmäßig wie ein Paar gute Golfschuhe. Diese bieten einen sicheren Stand, tragen aber auch zur Platzpflege bei. Bequeme, nicht zu enge Kleidung ist das Richtige für den Sommer. Man sollte aber auch immer für eine Wetteränderung gerüstet sein, denn eine Golf-Runde kann manchmal Stunden dauern.

Tees
Diese dienen dazu, den Ball für einen besseren Abschlag zu erhöhen. Es gibt sie in verschiedenen Längen. Sie werden aus Kunststoff oder Holz gefertigt.

Pitchgabel
Landet der Ball aus großer Höhe auf dem Grün, erzeugt er auf der Grasoberfläche eine Einschlagvertiefung. Diese wird mit der Pitchgabel repariert.

Marker
Auf dem Grün darf der Ball aufgenommen und gesäubert werden. Die Stelle, auf der er lag, muß genau markiert werden.


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